Beschwerden in der Schwangerschaft – teilweise echt nicht angenehm!
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Beschwerden in der Schwangerschaft – teilweise echt nicht angenehm!

„Du bist schwanger und nicht krank!“ ist die Top-Aussage von allen umstehenden nicht schwangeren Personen um einem rum, die allerdings natürlich nicht hilfreich ist. Beschwerden in der Schwangerschaft können mal mehr oder weniger sein, das ist bei jeder Schwangeren und jeder Schwangerschaft unterschiedlich. Wir haben für euch eine sehr grobe Auflistung, was alles auf euch zukommen könnte, damit ihr etwas vorbereitet seid.

Besonders am Anfang einer Schwangerschaft werden die Beschwerden meistens gar nicht als solche erkannt, da die Frau vielleicht noch gar nicht weiß das sie schwanger ist. Doch je weiter eine Schwangerschaft voran schreitet umso mehr können (müssen natürlich nicht) die Beschwerden in der Schwangerschaft auftreten. Durch die Hormonumstellung läuft der Körper in den ersten 5 Monaten auf Hochtouren. Dabei können verschiedenste Beschwerden auftreten, wie beispielsweise

  • Müdigkeit,
  • Antriebslosigkeit,
  • Geruchsempfindlichkeit,
  • vermehrter Ausfluss,
  • Übelkeit,
  • Verstopfung
  • und Blähungen.

Viele verschiedene Beschwerden in der Schwangerschaft

In diesem Artikel möchten wir auf vereinzelte Beschwerden kurz eingehen, damit ihr einen groben Überblick bekommt. Weitergehende Informationen zu den verschiedenen Sachen haben wir entweder hier direkt verlinkt oder können bei einer Suche über Google schnell gefunden werden.

Als Frau ist es manchmal echt nicht einfach damit umzugehen. Ich selber habe am meisten unter Übelkeit und Sodbrennen in der Schwangerschaft gelitten. Übrigens war dies sofort nach der Geburt alles vorbei!

Anstatt gegen die verschiedenen Beschwerden mit Tabletten oder ähnlich anzukämpfen, sollte lieber auf seinen eigenen Körper gehört und dabei ein paar mehr Pausen vom Alltag eingelegt werden. Ruhig auch ab und zu ein unübliches Mittagsschläfchen einlegen oder mehrere Ruhephasen über den Tag verteilt, in denen wirklich alles liegen gelassen wird um sich auf sich selber zu konzentrieren. Wenn ihr nun denkt: „Als ob das helfen würde“, dann habt ihr vielleicht nicht ganz unrecht. Doch die Beschwerden in der Schwangerschaft sind oft echt anstrengend und zehren an den Kräften, aus diesem Grund ist es oft hilfreich wieder Kräfte zu sammeln.

Bei allen Beschwerden in der Schwangerschaft könnt und solltet ihr unbedingt mit eurer Hebamme oder Frauenarzt/ärztin sprechen. Nur so bekommt ihr wirklich auf euch zugeschnittene Tipps und Hinweise, damit ihr die Schwangerschaft trotz evtl. auftretender Beschwerden genießen könnt.

Geruchsempfindlichkeit und Geschmacksveränderungen

In der Schwangerschaft können Geruchsempfindlichkeiten oder Geschmacksveränderungen auftreten. Das kann gegenüber dem Lieblingsessen, dem Parfüm und in seltenen Fällen sogar gegen den Geruch des Partners sein. Ich selber wollte plötzlich in der Schwangerschaft interessanterweise alles essen, was ich vorher nicht mochte.

Bei Lebensmitteln versucht wohl der Körper instinktiv zu handeln, damit das Ungeborene keinen Schaden erleidet. In der Schwangerschaft sollte am besten nicht alles gegessen werden, da verschiedene Risiken für Mutter und Kind bestehen können. Der Körper reagiert auf verdorbene Lebensmittel und anderen schädlichen Sachen meistens intensiver beim Geruch und beim Geschmack.

Neben Geruchsempfindlichkeit und Geschmacksveränderungen kann auch eine Appetitlosigkeit auftreten, die aber meist im zweiten Drittel der Schwangerschaft wieder nach lässt.

Vaginaler Ausfluss in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft durchlebt der Körper der Frau eine starke Hormonumstellung. Dies ist der Grund, warum es in dieser Zeit zu einem vermehrten vaginalen Ausfluss kommen lann. Schlimm ist der Ausfluss nicht, so lange dieser eine durchsichtige bis leicht milchige Farbe hat und geruchlos ist. Ist der vaginale Ausfluss in der Schwangerschaft allerdings

  • deutlich grün oder hat eine gelbliche Färbung,
  • riecht unangenehm,
  • leicht krümmelig ist
  • sind Schmerzen beim Wasserlassen da
  • oder tritt ein starkes Jucken oder Schmerzen im Intimbereich auf,

so sollte unbedingt ein Frauenarzt aufgesucht werden. Dieser wird einen Abstrich vornehmen, um eine Infektion mit Pilzen oder Bakterien feststellen oder eben ausschließen zu können. Gefährlich wird es, wenn Infektionen bis in die Gebärmutter vordringen und dadurch vorzeitige Wehen oder ein zu früher Blasensprung auftritt.

Übelkeit in der Schwangerschaft

Ein „Klassiker“ unter den Beschwerden in der Schwangerschaft ist die Übelkeit. Eine typische Beschwerde an die alle meistens als erstes Denken wenn es um das Thema Schwangerschaft geht. Leider kann die Übelkeit in der Schwangerschaftr nicht nur am Morgen auftreten sondern zu jeglicher Stunde am Tag und in der Nacht sogar. Es ist leider auch so das die Übelkeit den ganzen Tag anhalten kann.

Bei den meisten Frauen verschwindet diese Beschwerde ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche. Nur ganz wenige haben bis zum Ende der Schwangerschaft darunter zu leiden (so wie leider ich). Hier ist einfach zu beachten, das ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird und auch das immer wieder kleinere Mahlzeiten zu sich genommen werden. So wird ein Flüssigkeitsdefizit im Körper vermieden.

Sodbrennen

Falls eine Frau nicht schon am Anfang der Schwangerschaft an Sodbrennen gelitten hat, überkommt einem dieses Gefühl meist gegen Ende der Schwangerschaft als eine der Beschwerden in der Schwangerschaft. Dieses Symptom kommt hormonell zu Stande, da das Ventil zwischen Magen und Speiseröhre aufgelockert wird. Auch wird das Baby in der Gebärmutter im Bauch im Verlauf der Schwangerschaft natürlich immer größer. Dies führt zu einem ständigen Druck nach oben, sodass Magensäure in die Speiseröhre gelangt und ein Brennen verursacht.

Selber bin ich kein Fan von Tabletten in der Schwangerschaft, die gegen das Sodbrennen helfen. Vermeiden bzw. etwas mildern könnt ihr das Ganze aber, wenn ihr auf ein paar Sachen achtet:

  • kohlensäurearme Getränke zu sich nehmen
  • Nicht zu große Mahlzeiten auf einmal essen
  • Druck auf den Bauch vermeiden; keine enge Kleidung
  • Etwas höher schlafen damit der Magen tiefer liegt
  • Nicht zu scharfe;frittierte Lebensmittel essen
  • Milchprodukte können helfen weniger Magensäure zu produzieren

Verstopfungen und Blähungen

Verstopfungen und Blähungen kommen früher oder später in der Schwangerschaft gerne hinzu – nicht ohne Grund wird dies in machen Comedy-Filmen gerne als Anlass für einen Lacher genommen. Dies liegt unter anderem manchmal an der Ernährung oder eventueller zusätzlicher Eisenpräparate, die als Schwangere zu sich genommen werden. Eine Ursache dafür kann aber auch ganz einfach sein, wenn das wachsende Ungeborene einfach nur auf dem Darm liegt.

Diese Schwangerschaftsbeschwerden können, müssen aber nicht, in den ersten 5 Monaten auftreten. Einige dieser Beschwerden können in der weiteren Schwangerschaft abklingen, gänzlich verschwinden oder immer mal wieder auftauchen. Um den Verdauung anzukurbeln sollte auf die Ernährung geachtet bzw. diese etwas geändert werden. Vollkornprodukte, Gemüse und Obst können die Darmträgheit wieder regulieren und helfen bei Verstopfungen. Zusätzlich können verschiedene Teesorten wie Fechnel-, Kümmel-, oder Pfefferminztee Blähungen reduzieren.

Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft

Die Schlaflosigkeit wird einem nicht erst heimsuchen wenn das Baby da ist, sondern kann auch bereits während der Schwangerschaft auftauchen. Besonders oft erscheint sie im letzten Drittel der Schwangerschaft, das an den Ursachen

  • Kurzatmigkeit oder Unwohlsein,
  • Ängste vor der Geburt, Sorgen oder schlechte Träume,
  • Muskelkrämpfe oder Bauchschmerzen,
  • oder durch Druck auf die Blase

liegen kann. Solltet ihr unter Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft in der Schwangerschaft leiden, dann versucht einfach so oft wie es geht Pausen zu machen. Vielleicht entspannt ihr euch in den Pausen so sehr, dass ihr Zeit und Gelegenheit habt etwas Schlaf nachzuholen.

Wassereinlagerungen

Eine sehr unangenehme und auch einschränkende Schwangerschaftsbeschwerde sind die Wassereinlagerungen auch Ödeme genannt. Besonders die Hände, Füße, Arme und Beine können davon betroffen sein, wie ich zumindest bei den Händen aus eigener Erfahrung weiß.

Anfällig für Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind besonders übergewichtige Frauen oder Frauen, die in der Schwangerschaft sehr viel zugenommen haben. Bis zu unglaublichen 12 Kilogramm Wasser kann sich in der Schwangerschaft an Wasser im Körper ansammeln. Zum Glück Dieses verschwindet relativ zügig nach der Geburt wieder. Es gibt ein paar Tipps und Maßnahmen, um etwas die Beschwerden aufgrund der Wassereinlagerungen zu lindern:

  • Arme und Beine sollten zwischendurch etwas höher lagern
  • Stutzstrümpfe können Schwellungen abmildern
  • Ausreichend trinken (mindestens 2 Liter)
  • Viel Bewegung, egal ob Schwimmen, leichte Spaziergänge oder ähnlich
  • Wärme kann bei Schmerzen in den Händen helfen

Welche Beschwerden in der Schwangerschaft ich selber hatte

Ich selber hatte in der Schwangerschaft sehr stark und fast von Anfang an mit Übelkeit und Erbrechen zu tun, welche leider bis knapp vor der Geburt nicht verschwunden sind. Bei mir haben alle Hausmittel nicht geholfen, aber trotzdem wollte ich auf Medikamente einfach nicht zurück greifen. Neben der Übelkeit und dem Erbrechen kam bei mir Sodbrennen hinzu. Auch das Sodbrennen hat mich bereits von Anfang an schon gequält. Egal was ich gegessen hatte, echt viel hat leider wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, den ich sonst auch zu gerne getrunken habe, wollte zum Beispiel auch nicht in mir bleiben. Dafür mag ich einige Lebensmittel die ich vorher so gar nicht gegessen habe, wie etwa Bananen oder leicht scharfe Lebensmittel.

Als ob die Beschwerden in der Schwangerschaft nicht bereits genug gewesen sind, kam bei mir eine Geruchsempfindlichkeit und zusätzlich noch Schlaflosigkeit hinzu. Das Baby hat gefühlt fast immer auf der Blase gelegen, sodass ich teilweise alle 40 Minuten auf die Toilette musste – natürlich auch in der Nacht. Da kommt ein erholsamer Schlaf leider nicht auf.

Da meine Schwangerschaft zum Teil sehr anstrengend war und ich mich dann doch eher wie krank gefühlt habe, hätte ich auf Wassereinlagerungen gerne absolut verzichtet. Aufgrund von Wassereinlagerungen in meinen Händen sind diese angeschwollen. Dadurch hatte ich in der Nacht und auch am Tag teilweise so starke Schmerzen, dass ich sie kaum Bewegen konnte.

Ich kann euch aber eins versprechen: Sobald euch euer kleines Baby mit großen Augen anschaut, sind die Beschwerden in der Schwangerschaft fast vergessen!

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1 Kommentar

  • antworten Clara 31. März 2017 zu 0:17

    Vielen Dank für euren nützlichen Beitrag.

    Ich bin schon länger ein stiller Mitleser. Und gerade musste mich mal zu Wort melden und
    „Danke“ sagen.

    Macht genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf die nächsten Beiträge

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